Die Sojourn Toolbox als Intercultural Communication Club (ICC)
Intercultural Communication Club (ICC)
Ein regelmäßiges, wöchentliches Angebot für internationale Studierende an der bbw Hochschule Berlin zum besseren Lernen interkultureller Kommunikationskompetenzen
What about
Die Intercultural Communication Club (ICC) ist ein Format zur Unterstützung kooperativer und kollaborativer, interkultureller Kommunikationsprozesse, das sich an die internationalen Studierenden im ersten Semester der Hochschule richtet, da diese zumeist erstmalig in eine fremde, möglicherweise gar schockierende Umgebung gelangen.
Hier lernen Studierende spielerisch zu Themen wie soziopragmatischer Höflichkeit, sprachlichen und soziopolitischen Zusammenhängen sowie Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung. Es gilt primär, interkulturelle Fehlkommunikation zu vermeiden.
Das Angebot findet wöchentlich ohne zusätzliche Kosten statt. Jede Sitzung ist für zwei Stunden angesetzt. Die Teilnahme an den Sitzungen ist freiwillig.
What to learn
Hierfür sollen gesellschaftliche Kommunikationskonventionen, sprachliche Strukturen sowie deren Parameter dazu beitragen, dass die eigene Rolle im vielfältigen, sozialen Umfeld samt der Partizipation in diesem, bei der Bewertung der eigenen Person (Einstellung, Verhalten, Werte, Identitäten, Stereotypen, negative Emotionen, Privilegien) samt der eigenen Diskursfähigkeit sowie bei der ethisch wertvollen Entscheidungsfindung und beim Beschaffen neuen Wissens begriffen und in angemessene Handlungen überführt werden kann.
Die wöchentlichen Treffen liefern nützliche Informationen über die Bedeutung von Begriffen, indem sie den Raum der in Frage kommenden Konzepte eingrenzen – je mehr Informationen, desto besser.
Es werden Überzeugungen zu Systemen betrachtet, das entsprechende Wissen vermittelt, diskutiert und zur Teilnahme im System aufgefordert, indem die Regelungen, Politiken, Bedingungen, Gesetze, Praktiken, Traditionen, Werte und Überzeugungen verstanden werden, die das soziale und politische Leben der Gemeinschaft tragen. Hier geht es um das Wechselspiel, wie Sprache geformt wird und wie sie formt.
How to learn
Kulturelle Identität ist keine Sache, sondern ein Prozess. Wir haben keine Kultur, wir machen sie. Sie ist keine subjektive Zugehörigkeit, sondern eine objektive Zuschreibung. Etische Beobachtungskategorien ermöglichen es uns zudem, relevante kulturelle Unterschiede zu identifizieren, es geht nicht darum, Kultur zu beschreiben, sondern die Unterschiede zu beschreiben. Schließlich treten wir in die Erfahrung einer alternativen Weltsicht ein, um Empathie zu entwickeln, die Beobachtungskategorien sind Tore.
Vorrangig soll praktisch an tagesaktuellen Problemstellungen durch kritische Reflexion und dialogische Selbstanalyse gearbeitet werden.
Dazu gehört das Schreiben, Lesen, Hören mit Werkzeugen zur Vertiefung des sprachlichen und interkulturellen Bewusstseins zur Gewinnung neuer Einsichten und zur Sensibilisierung für ein mögliches Wachstum der interkulturellen Kompetenz wie Tagebücher, Blogs, aber auch das Anhören von Sprache wie in Musik und Lyrik, das Anschauen kombinierter analoger und digitaler Kommunikation wie in Bewegtbildern, das Riechen, Schmecken, Fühlen wie beim gemeinsame Kochen und Essen, die es ermöglichen, kulturelle Praktiken systematisch mit allen Sinnen zu beobachten, zu interpretieren sowie das Verhalten und den Diskurs der Subjekte zu analysieren.
Es soll erleichtert werden, Unterschiede zu identifizieren, ungewohnte Kulturen zu verstehen, andere Arten des Seins zu akzeptieren und sich selbst zu positionieren. Muttersprache ist nicht der normative Maßstab für die Beschreibung und Bewertung von Prozessen des Sprachenlernens und der Sprachpolitik, sondern Interkultur mit interkulturellem Wissen, Kompetenzen und Handlungsbereitschaft.
Es soll so auch ein Beitrag vorrangig zur mentalen, sozialen und spirituellen und konsequent ebenfalls körperlichen Gesundheit geleistet werden.