ZENIK+ ist das Zen­t­rum für Nach­hal­tig­keit und In­no­va­ti­on­en in der Kom­mu­nal­wirt­schaft, das sich mit der Da­seins­vor­sor­ge (In­ter­net, Ener­gie, Mo­bi­li­tät uvm.) im länd­lichen Raum be­fasst. Das Zen­t­rum wird ver­ant­wor­tet von der Hoch­schu­le für nach­hal­tige Ent­wick­lung und ko­ope­rie­rt mit re­le­vanten Ver­sor­gern vor Ort.

Das ZENIK+ setzt sich mit dem Problem begrenzter Ressourcen (Finanzen, Einwohner, Arbeitskräfte, Sozial- und Natur­kapital) in den Kommunen auseinander und fragt, welchen Beitrag eine innovative und nach­haltigkeits­orientierte Kommunal­wirtschaft zur Regional­entwicklung allgemein und zur Daseins­vorsorge sowie zur Bewältigung von Zukunfts­aufgaben wie Digi­talisierung, Regio­nalisierung, Klimawandel und Fachkräftemangel in ländlichen Kommunen im Speziellen leisten kann.

Das ZENIK+ knüpft damit am Forschungs­schwerpunkt 3 der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE Eberswalde) an und entwickelt seine Themen­bereiche aus konkreten Aktivitäten aus Dritt­mittel­projekten, Forschungs­vorhaben und Weiter­bildungs­angeboten, die am Fachbereich Nachhaltige Wirtschaft angesiedelt sind:

Im Verlauf der Arbeiten in der Konzept­phase „WIR! – Wandel durch Inno­vationen in der Region“ (Handlungs­feld Daseins­vorsorge und Infra­struktur) sind konkrete Themen erarbeitet worden, die in den folgenden Monaten umgesetzt werden sollen – teils auch unabhängig von einer weiteren Förderung durch das Bundes­ministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Dazu zählt der Aufbau eines Forums zur Bündelung von Wissen und Ansätzen sowie zum Austausch rund um das Thema Digi­talisierung und Breitband­ausbau. Es zählt dazu zudem die Einrichtung eines SenorLABs (inkl. SensorNetzwerks), das kommunale Infra­strukturen nutzt und im Sinne eines Big-Data-Ansatzes Verbräuche, Nutzung und Belastungen erfass- und verwertbar macht (inkl. Citizen-Science-Ansatz, vgl. „Smells Like…“ Eberswalde). Diese und weitere Aktivitäten werden in Kooperation mit den Stadtwerken Schwedt (Oder), der Uckermärkischen Verkehrs­gesell­schaft, dem Zentrum für nachhaltige Ökonomie und weiteren Akteuren verant­wortet, die in der ersten Phase die Praxis­partner der Koopera­tions­gemein­schaft des ZENIK+ bilden werden.

Weitere Projekte im Bereich der Forschung gliedern sich in das Zentrum ein: Mit der Frage der physischen und digitalen Erreich­barkeit von Finanz­dienst­leistungen wird derzeit untersucht, inwiefern eine digitale und darüber hinaus informa­tionelle Kluft im ländlichen Raum existiert und wie diese zu überwinden ist. Dabei stehen mit den Sparkassen kommunale Spitzen­institute im Mittelpunkt. Die Ergebnisse lassen sich auf weitere Versorgungs­themen der Kommunal­wirtschaft übertragen.

Soziale Logistik und soziale Mobilität, CO2-neutrale Stadt, Shared Service Center, Carsharing, autonomer Busverkehr und viele weitere Projekte bilden einen wichtigen Unterbau für das ZENIK+. Besonders wichtig ist aber auch die Einbindung des Master­studien­gangs Kommunal­wirtschaft der HNE Eberswalde, dessen Transfer­leistung (in der Regel Master­arbeiten und studen­tische Projekte mit sehr hohem Praxis- und Transfer­gehalt) durch das ZENIK+ gesteigert werden soll. Das Netzwerk der Alumnis des Studien­gangs ist zudem ein idealer Ideengeber des ZENIK+ und hilft bei der Ermittlung anwendungs­orien­tierter Forschungs­fragen. Die Neu­ausrichtung der Bachelorstudiengänge (vor allem Regional­management und Finanz­management) des Fachbereich Nachhaltige Wirtschaft der HNE Eberswalde soll sich hieran orientieren und mit den Aktivitäten des ZENIK+ verbunden werden. Weiterhin werden auch ent­sprechende Disser­tation in Zusammen­arbeit mit dem kommunal­wissen­schaft­lichen Institut der Universität Potsdam angestrebt. Erste Disser­tations­vorhaben werden vorbereitet. Unter­setzende empirische Unter­suchungen können hierbei durch das bestehende Netzwerk durchgeführt werden. Es wird angestrebt ein fest etabliertes Doktoranden­kolloquium mit der Universität Potsdam ein­zurichten und die dauerhafte Nachwuchsförderung in diesem Bereich zu verstetigen. Es ist zudem angedacht, die im Jahr 2015 begonnene Schriften­reihe Eberswalder Schriften zur Kommunal­wirtschaft als Schriften­reihe des Zentrums fortzuführen und auszubauen.

Das ZENIK+ soll im ersten Schritt von folgenden Personen und Insti­tutionen gegründet und mit Leben gefüllt werden:

Das ZENIK+ soll hierbei Koor­dinierungs­stelle für anwendungs­orientierte Forschung im Rahmen von Drittmittel­vorhaben (z.B. Umsetzung WIR! Projekt), Forschungsaufträge der Praxis­partner und weiterer kommunal­wirt­schaft­licher Akteure werden und sich aus Dritt­mitteln selbst finanzieren.